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Von Gott in allem Sein

Die Erde ist für die Menschen; die Erde ist die Erde der Menschen.
Sie ist eine Erde für uns alle; ohne Unterschied.

Ob weiß oder braun, ob groß oder klein, ob im Norden oder im Süden, ob Christ oder Muslim, ob Demokratie oder Staatsherrschaft, ob reich oder arm:

Jeder Mensch lebt auf der Erde, ist ein Bürger der Erde
Jeder Mensch war klein, war Säugling und Kind; jeder Mensch wird älter oder alt.
Jeder Mensch kennt Freude und Leid, Hoffnung und Trauer.
Jeder Mensch sucht Geborgenheit, Familie und Gleichgesinnte.

Und jeder Mensch erleidet Krankheit, und jeder Mensch stirbt.
Auch ohne Wirkung anderer Menschen oder Einwirkung von anderen trifft dieses Schicksal einen jeden.
Sollte man da nicht demütiger werden, einsichtsvoller, geduldiger?

Warum nur machen es sich die Menschen gegenseitig so schwer - statt sich zu helfen, statt einander zu dienen zum gemeinsamen Besten, statt dessen leben die Menschen in Gier, in Zwietracht und Krieg.

Jeder Staatslenker, jeder Einflußreiche in jedem Staat, und all die Organisationen, die über Staaten hinwegreichen, müssen die hehre Verpflichtung in sich tragen, die Einheit der Menschen mit allen Kräften zu fördern.

Es gibt keinen Krieg zwischen Religionen - es gibt nur Krieg zwischen Menschen.
Die wirkliche Bindung zu Gott weiß. daß alles aus Gott ist und  zu ihm geht.
Eine Religion, die starre Glaubenssätze, Dogmen und starre Riten als verpflichtend und heilbringend erhebt, ist nicht von Gott.

Ein Glaubenssatz oder ein Ritus kann einem Menschen inneren Halt oder Frieden oder Ziel geben - für diese Grundlage mag er gerne und immer dienen.
Aber ein Glaubenssatz oder ein Ritus (oder auch eine politische Meinung oder auch eine Meinung im Sport oder woanders), der Spaltung zwischen die Menschen treibt und Hochmut fördert, ist zu verwerfen.

 

29.10.2006 Rainer Truöl